Unsere MS-Reitgruppe

 

Die Entstehung


Entstanden ist die erste Selbsthilfegruppe mit Reitmöglichkeit für MS-Kranke vor ca. 17 Jahren. Den jüngeren Mitgliedern der MS-Selbsthilfegruppe genügte es nicht, sich nur alle 4 Wochen zum Kaffeetrinken zu treffen. Sie wollten aktiv etwas gemeinsam machen. So entstand die Idee ein Therapiepferd anzuschaffen.


Die Realisierung des Plans war jedoch nicht so einfach.
Einige Partner von Betroffenen und Frau Ladehoff (damals 2. Vorsitzende der DMSG-Dithmarschen) haben sich im Umgang mit einem Therapiepferd ausbilden lassen. Frau Ladehoff und Spenden für die DMSG haben es ermöglicht, dass so ein Pferd angeschafft werden konnte.


Als Sparte im Reitverein Concordia sind MAX und wir abgesichert. Außerdem wurden Unterbringung und Reitmöglichkeiten organisiert.
Durch all dies entstand für die Betroffenen und ihren Partnern eine enge Freundschaft. So hat man sich nicht nur einmal im Monat getroffen, sondern bald 2x wöchentlich zum Reiten.


Nach 4 Jahren dann der Schock: das Pferd starb. Aber die Gruppe wollte weitermachen. Wieder waren es Frau Ladehoff und Spenden, die es ermöglichten, dass ein neues Therapiepferd ausgebildet werden konnte. Und das war MAX. Ein junger, ausgeglichener Haflinger, der uns heute noch zeigt, was er vor mehr als zwölf Jahren gelernt hat.  


 

 

 

 

Das Reiten

 

 
Diese Reitgruppe existiert heute noch, wenn sich auch die Zusammensetzung zwangsläufig verändert hat. Einige Mitglieder können u.a. wegen der Verschlechterung ihrer Krankheit nicht mehr reiten, dafür sind Neue dazugekommen.

MAX strahlt so viel Ruhe aus, dass selbst Rollstuhlfahrer, die über eine Rampe zum Pferd kommen, sich auf ihm sicher fühlen. Betroffene, die nicht mehr im Sitzen reiten können, reiten als „Toter Indianer“, also quer liegend auf MAX und entspannen so ihren Rücken.
Jeder Teilnehmer reitet bis zu 20 Minuten im Schritt. Selbstverständlich steht Sicherheit an 1. Stelle. Deshalb laufen Partner seitlich am Pferd mit.
Im Gegensatz zur normalen Hippotherapie kommt nicht jeder zu einem bestimmten Termin, sondern wir treffen uns gemeinsam und jeder hilft so gut er kann. Wenn alle Reiter fertig sind, wird anschließend gemeinsam Kaffee getrunken und geklönt oder geplant, denn manchmal werden auch andere Unternehmungen, wie Grillen oder auch mal eine Wochenendfahrt, gemeinsam gemacht.
Der Termin für die Treffen der Gruppe wurde bewusst auf den Sonntag gelegt, damit (im Gegensatz zu anderen Selbsthilfegruppen) die Partner dabei sein können. Das festigt die Freundschaft und es gibt immer wieder Ideen, was man trotz MS gemeinsam machen kann.
MAX fördert also nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern motiviert uns, vieles gemeinsam zu tragen und Schönes zu erleben.

 

 

 

MS = Multiple Sklerose
Erkrankung des Zentralnervensystems

DMSG = Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft

 

 

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© Andrea Peters